Interview mit dem Neuzugang beim Fechtclub Vindobona

Loïc Albin Philipp Rentenberger

Dem Fechtklub Vindobona ist es gelungen, ein neues Mitglied an Bord zu
holen, für das sich andere Fechtklubs ruiniert hätten:

Loïc Albin Philipp Rentenberger

Lesen Sie im folgenden Interview, was es mit
diesem neuen Mann des FCV auf sich hat!

Loïc, Du bist erst am 2. November auf dem internationalen Parkett des
Fechtsports erschienen und schon zittert die gesamte Fechtwelt vor Dir.

Naja, ich habe hart trainiert. Neun Monate Trainingslager und seit
Anfang November halte ich einen strengen Ernährungsplan ein…

Du hast schon mehrere nationale Fechtturniere in deiner Altersstufe
gewonnen und möchtest im Frühjahr 2018 den Staatsmeistertitel in allen
drei Waffen in der allgemeinen Klasse holen.

Ja, das waren gute Wettkämpfe. Aber mein Fokus liegt derzeit auf den
Olympischen Spielen in zwei Jahren – da sollte schon eine Medaille
herausschauen. Mein Vater hat mir von November bis Dezember alles
beigebracht, was man über den Fechtsport und weibliche Brüste wissen
muss. Aber seit ich ihn Anfang Jänner 15:3 besiegt habe, hat er gemeint,
er kann mir nichts mehr beibringen…

Schaust Du Dich jetzt nach einem neuen Trainer um?

Ich werde ihm immer dankbar sein, aber man muss nach vorne blicken!

Was ist das Geheimnis Deines Erfolgs, Loïc? Ist es das Material?

Teilweise. Ich trage speziell für mich angepasste Fechthosen, die mir
erlauben mein Training nie zu unterbrechen…

Du meinst…

Ja, Toilettenpausen werfen Dich nur zurück!

Interessant. Böse Zungen behaupten Dich noch nie bei einem Turnier
gesehen zu haben und zweifeln Deine Erfolge an…

Verdrängung ist oft ein gesunder Mechanismus, um mit einer
traumatischen Niederlage umzugehen. Man sollte diesen Opfern keinen
Vorwurf machen.

Wie soll es nach Olympia weitergehen?

Naja, das weiß ich noch nicht so recht. Vielleicht werde ich ein
Heilmittel gegen Krebs finden oder den Weltfrieden durchsetzen. Außerdem
muss ich mich für einen Kampf auf Leben und Tod gegen einen gewissen
„Mini-Toni“ vorbereiten. Schauen wir mal…

Vielen Dank für das Gespräch!

Advent Advent!

Ruhig und besinnlich lag die Schmelz am ersten Adventwochenende da und erwartete die Starter der Wiener Akademischen Meisterschaften. Doch plötzlich wurde die trügerische Ruhe durch einen lauten Knall gebrochen: Der FC Vindobona vertreten durch Albin Rentenberger betrat die Halle und warf die Tür hinter sich zu.
„Ihr habt Philipps Bein gebrochen und Tonis Rücken kaputt gemacht – jetzt mache ich Euch kaputt!“ brüllte der wutentbrannte selbsternannte Rächer des FCV den Fechtern entgegen.
„Aber Albin, das war doch ein Unfall – versuchte jemand den aus dem Waldviertel zurückgekehrtem Athleten zu beruhigen.
„Papperlapp, ich will Eure Ausreden nicht hören! Rache für Toni und Philipp!“ kam die zornerfüllte Antwort.
Der Zorn musste wahrlich fürchterlich in dem Vindoboniken wüten, denn das erste Gefecht ging gleich einmal verloren. Aber dann kehrte die alte Routine zurück und Treffer für Treffer wurden die Gegner in der Vorrunde besiegt. Dann kam die Direkte – und die gnadenlose Rache kannte keine Grenzen: 15:4, 15:6, 15:6 und schließlich 15:6 im Finale: Der Sieger hieß FC Vindobona. Als die Siegerehrung begann stieg Albin trotzig vom Podest und verlautbarte:
„Es ist noch nicht vorbei! Nächste Woche in Mödling geht es weiter! Niemand legt sich ungestraft mit Vindobona an! Und den Pokal kannst Du Dir behalten Alois, ich hab das für meine Freunde gemacht!“
„Aber Albin, es gibt gar keinen Pokal…“ versuchte Alois den Sieger zu beschwichtigen, doch der war schon entschlossenen Schritts aus der Halle gestürmt.
Eine Woche später wiederholte sich das Ganze im Süden von Wien: „Nur weil Ihr noch unter 23 seid, werdet ihr meiner Rache nicht entkommen!“ stieß Albin die Herausforderung den Fechtern entgegen. Er erntete ratlose Blicke der ausländischen Fechter, die Albin natürlich nicht verstanden, aber auch sie wussten um die Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit dieses Mannes. Und so fielen auch die beiden Italiener, der Rumäne, der Deutsche und der Ungar in  der Vorrunde Albin zum Opfer. Eine weiße Weste, Platz 2 – für Philipp und Toni!
Danach ging es weiter: ein heißes Gefecht mit Florian Hartmann (14:13) und danach mit einem Rumänen (15:14) – niemand konnte gegen die gerechte Rache des FC  Vindobona bestehen.
Doch dann geschah es, jemand schaffte es, Albin etwas ins Ohr zu flüstern.
„Was?! Der Philipp ist einfach zu unfähig zum Kicken und der Toni hat in seiner Fettn einen Bandscheibenvorfall gehabt? Es war gar nicht Eure Schuld?! Was mach ich dann überhaupt hier?“ fragte Albin die Anwesenden in der Halle und brach das laufende Gefecht gegen den Italiener beim Stand 8:15 einfach ab. Er ging Punsch trinken und lebte glücklich und zufrieden bis an sein Lebensende.

Wir gratulieren allen anderen Athleten und danken für die fairen Gefechte!

Grillage in Graz (Staatsmeisterschaften 2015)

Staatsmeisterschaften 2015

 

Wie jedes Jahr um diese Zeit versammelten sich alle FC Vindobona Fechter zur einer Besprechung mit Grillage bei Jörg – diesmal in Graz. Ebenfalls in Graz fanden glücklicherweise zeitgleich die Staatsmeisterschaften im Fechten statt und Albin, Jörg und Toni entschlossen sich spontan daran teilzunehmen. Da Philipp nicht fechten konnte (und verletzt war) war auch schnell Österreischs weltbester Schiri gefunden.

Das legendäre Quartett machte sich mit Fanclub Manu auf die Schleichwege Richtung Halle und parkte den Mannschafts- sowie den Fan-Bus in die Einser-Parkplätze, die von den restlichen Teilnehmern aus Respekt freigelassen worden waren.

Wenige Sekunden später erschien das FC Vindobona Banner in der Mitte der Halle, die Gegner machten ehrfurchtsvoll weiträumig Platz. Nach dem Aufwärmen war der erste Turniertag erledigt und alle Vindobona-Fechter für die Runde der besten 32 qualifiziert. Also genossen sie den Abend bei einer gemütlichen Grillage.

Toni Knoll trainierte die ganze Nacht unter Aufsicht unseres Betreuers Philipp Kainz, was zu einer unvorhersehbaren Ermüdungsverletzung im Rücken führte. Toni Knoll wollte noch den Rettungswagen in die Fechthalle statt ins Spital leiten, doch eine Aufgabe war letztendlich unumgänglich und die vernüftigere Entscheidung. Der gesamte Druck lastete damit auf Albin und Jörg.

Doch Albin war mit den Gedanken schon zuhause bei seiner Frau und verlor gegen den erfahrenen HSV-Fechter Tesar. Jörg Mathé hielt sich nicht lange auf und schlug im ersten Gefecht den ungarischen Legionär Szasz. Dann ließ er dem motivierten Kärntner Felix Puchacher – gesetzt auf Platz 3 – 3 Treffer. Im Finale der besten 8 wartete der aktive Weltcupfechter Schmid, doch genau das sollte zu seinem Verhängnis werden. Unter dem Jubel des immer zahlreicher werdenden Fanclub Manu zog Jörg souverän in die Medaillenränge ein. Dort kam es zum Aufeinandertreffen der beiden Favoriten auf den Staatsmeistertitel im Herrendegen 2015 mit dem besseren Ende für Hayek (WAT), der dann wie erwartet das Turnier für sich entschied.

Wir gratulieren Jörg Mathé zum 3.Platz sowie Hayek zum Sieg. Wie immer hat der FC Vindobona das Turniergeschehen bis zum Schluss entscheidend geprägt.